Presse / Artikel vom 28.06.2007
Private Refugien öffnen sich
Trattoria „Marcolini" im Hosterwitzer Plantagengut, Laubegaster Straße 2
Im Hof des Plantagengutes lädt zum Eibhangfest die Trattoria „Marcolini" mit italienischen Speisen
und Weinen ein. Es erklingt traditionelle italienische Musik, Kinder können malen und mit dem Pony reiten.
Der Ortsverein Pillnitz stellt die im Dezember erschienene „Chronik von Hoslerwitz" mit einer Ausstellung
und mit Vorträgen (Sonnabend 17 Uhr, Sonntag 14 Uhr) vor.
Schräg gegenüber in der Laubega¬ster Straße I öffnet der Steinbildhauer Jan Dietrich Werkstatt und Garten
an beiden Festtagen. Die Ursprünge des Dorfes Hosterwitz sind die Kirche und die sie umgebenden Bauerngüter.
Dabei bilden die nach Westen gelegenen ursprünglichen Einzelgüter seit dem gemeinsamen Besitz durch die Zenkers
(um 1689) das spätere Plantagengut (heute Laubegaster Straße 2). Auch die nachfolgenden Besitzer Bildhauer Matti-
elli, Graf Brühl, Graf Marcolini, die Landwirte Johann Christoph und Julius Herr, Bankier Robert Thode, Konsul
Friedrich Finke prägten mit ihren Arbeiten und Bauten die Geschichte von Hosterwitz.
Der Hofbildhauer Lorenzo
Mattielli richtete Wohnung und Werkstatt im Plantagengut ein und fertigte hier einen Teil der Heiligenfiguren für
die katholische Hofkirche in Dresden. Auf der Elbe gelangten die fertiggestellten Statuen zum Bauplatz an der
Hofkirche. Nach der kurzen Zeit als Tabakfabrik unter Graf Brühl (1750 - 1752) folgten eine Reihe von Versuchen des
Seidenanbaues mil Maulbeerbäumen, ehe Camillo Graf Marcolini ab 1800 im Plantagengut die Pferdezucht betrieb.
Die nachfolgende Nutzung bis zum Verkauf durch die Finkes an die Stadt Dresden (1910, im Zuge des Baues des III.
Städtischen Wasserwerkes) erfolgte „konventionell" landwirtschaftlich, oft waren Pächter eingesetzt. Robert Thode
ließ das elbseitige Herrenhaus neu erbauen, Friedrich Finke ließ es an der Südwestseite mit einem Turm und Umbauten
im Tudorstil ändern. Im Zweiten Weltkrieg zerstört, wurde es ohne Turm wieder aufgebaut.
Die heulige Bebauung hinter
dem großen Torbogen mit den Zenkerschen Initialen besteht aus dieser elbseitigen Villa und dem westlichen
Seitengebäude, beide am zentralen Hof liegend.
„Deutschlands schönster Garten", Ebereschenweg 21
Neben der Gestaltung der Ausstellung „Gärten mit Flair'" im Elbhangtreffpunkt Niederpoyritz werden sie jeweils
14 und 16 Uhr durch den Garten um ihr Haus in
Pappritz führen: Andrea Schomberg und Manfred Hansel. Mit der Gestaltung des Gartens um das 1999 fertiggestellte
Haus realisierten die beiden „Profis" (Hansel Garten- und Landschaftsbau GmbH in Weißig, www.hansel.de) den
Traumgarten für sich und ihre zwei Kinder.
Dieser Garten wurde mehrfach ausgezeichnet, wurde schließlich 2005
mit seinen Bewohnern spektakulärer Sieger in der Pro7-Fernsehsendung „Deutschland sucht den Supergarten".
Ebenerdig schließt sich an das Haus die Terrasse an, deren zentraler Tisch von einer Dachplatane beschattet wird.
An einem sich anschließenden Wiesenstück gibt es einen Swimmingpool, der mit einem Wasseraufbereitungssystem ohne
Chemie sauberes Wasser enthält. Ein Baumhaus, aus geschälten
Robinienstämmen und Bambushölzern gearbeitet, schließt sich an die Terrasse entlang des Hauses an.
Eingezäunt ist der Garten von einer Buchenhecke, die die optische Verbindung zum etwa 200 Meter entfernten
Buchenwald herstellt.
Auf einem Rundweg durch den Garten sind eine Vielzahl exotischer Sträucher und kleinerer Bäume zu bewundern:
viele Rhododendren, verschiedene japanische Ahornarten, hochstämmiger Blauregen, verschiedene Bambus¬
arten, mehrstämmiger Gingko, Scheinkamelie usw. Dem Rundweg folgend, entstehen immer wieder individuelle
überschaubare Räume. Übers Jahr verteilen sich die Blüten-, Blatt- und Fruchtfarben. Der Garten ist als eine Ver¬
größerung des Wohnzimmers gesehen und angelegt.
Geyers Garten, Pillnitzer Landstr. 126
Kann in Geyers gastlichem Garten etwas besser passen, als bei Kaffee und Kuchen dem Treiben kleiner Zirkus-
Marionetten zuzuschauen? Nein, denn die Familie Geyer war mit dem Marionettenspieler Roland Rilscher eng befreundet. Gott¬fried Geyer half oft hinter der Bühne bzw. „organisierte" das Pu¬blikum lange bevor die Vorstel¬lung begann und seine Frau Eva schaute immer wieder nach dem Rechten bei dem zuletzt sehr ein¬sam im Biclalal lebenden Puppen¬spieler.
Eine kleine Ausstellung im Carport soll an das Wirken dieses sächsischen Originals erinnern und Kopien seiner
Theaterzettel werden den Hof schmücken.
Am Sonntag, dem 24. Juni 2007, zwischen 11 und 19 Uhr spielendie fundusMarionetten zu jeder vollen Stunde einen
Teil ihres „Variete am Faden", mil dem sie schon in mehr als dreißig Ländern gastierten und viele Auszeichnungen
erhielten. Darunter sind auch kleine Artisten, wie sie Roland Ritscher einst führte.







