Presse / Artikel vom 22.09.2003
Preis des sächsischen Garten- und Landschaftsbaus 2003 vergeben
Zum 3. Mal standen sächsischen Firmen im Wettbewerb um den "Preis des sächsischen Garten- und Landschaftsbaus".
Gemeinsam mit dem Sächsischen Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft hatte der Verband Garten-, Landschaftsbund Sportplatzbau Sachsen e. V. den Wettbewerb ausgelobt. Mit dieser Aktion soll öffentlichkeitswirksam das Leistungsspektrum des Berufsstandes präsentiert und Maßstäbe für die Qualität der Grüngestaltung im privaten Bereich gesetzt werden.
Eine hoch dotierte Jury konnte zwei Preise an die Firma Hansel Garten- und Landschaftsbau GmbH aus Dresden-Weißig vergeben, in den Wettbewerbsgruppen "Private Hausgärten" gewannen sie mit dem Prospekt "Privatgarten Helfenberger Grund" und in der Kategorie "Begrünung von Wohnbereichen" mit dem Projekt "Wohnhof II in Striesen" einen Preis.
Das Projekt "Privatgarten Helfenberger Grund" überzeugt durch sein gelungenes Gestaltungskonzept und die gediegene Ausführung aller Details. Es wurde verstanden, auf begrenztem Raum eine Fülle von Funktionen gestalterisch so zu verbinden, dass ein harmonischer und großzügiger Gesamteindruck entsteht. Sicherheit in Materialwahl und Pflanzenverwendung tragen zu diesem Ergebnis bei. Besonders hervorzuheben ist die anspruchsvoll gestaltete Natursteinmauer, die auch einen gelungenen Übergang zur Landschaft bildet, ohne den Garten abzuschütten. Auch die anderen baulichen Details sind mit Pfiff und Können gestaltet, vom Schwimmteich bis zur Versickerungsmulde, die mit ihrem Grobschotter mit der Natursteinmauer korrespondiert. Vorbildlich ist auch die standortgerechte Pflanzenverwendung, die ausdrucksstarke Gartenbilder entstehen lässt. Effekte von Licht und Wasser werden angemessen genutzt, um Atmosphäre auf dem neu erschlossenen Grundstück zu schaffen. Das Projekt wurde von der Fa. Hansel geplant und ausgeführt.
Das Projekt "Wohnhof In Dresden-Striesen" beinhaltet die Sanierung und Neuanlage eines großen Innenhofes der Wohnanlage Schandauer Str. 2-22 einer Wohnungsgenossenschaft, (Karree zwischen Gesingstr. und Glashütter Str.) Sehr geschickt wurde in dieser Gestaltung auf die Entstehungszeit der Anlagen in den 6oer Jahren Bezug genommen. Alte Elemente der Freiraumgestaltung wie die typischen Betonplatten im Großformat wurden in neuem Kontext und mit Interessanten Detaillösungen wieder verwendet. Bezüge zu den Gebäuden wurden über das Aufgreifen des Farbkonzeptes und seine Ausweitung auf die baulichen Elemente des Freiraums hergestellt. Gewürdigt wird der Ideenreichtum und die Sensibilität bei der Aufwertung und Weiterentwicklung überholter Gestaltungsmuster. Einzubeziehen waren vielfältige Nutzungsbedürfnisse und nicht immer übereinstimmende Wünsche der Bewohner, Kinderspiel, Ruheplätze. Wäscheplätze und vieles mehr. Es ist gelungen, dies gestalterisch auf hohem Niveau umzusetzen, dabei identitäts- stiftende Zitate des alten Hofes zu integrieren in ein stimmiges anmutiges Gesamtkonzept. Dem gestalterischen Niveau angemessen ist die durchgängig hohe Ausführungsqualität aller Landschaftsbauarbeiten und der gute Pflegezustand der Anlagen und Pflanzungen. Bauherr ist die Wohnungsgenossenschaft Dresden Johannstadt e. G, und Architektin des Projektes ist Frau Evi Nitzsche, Landschaftsarchitektin in Dresden.







