Presse / Artikel vom 16.08.2006
Märchenhafter Nebel über dem Teich
Die seltene Purpurweide wächst im Garten des Ehepaars Andrea Schomberg und Manfred Hansel.
Auch Zimtahorn und andere botanische Raritäten können am Pappritzer Ebereschenweg 21 bewundert werden.
Der Bund der Landschaftsarchitekten hatte zu einem Spaziergang dorthin eingeladen. Etwa 60 Dresdner kamen.
Sie schlängelten sich den Weg zum Helfenberger Grund hinunter, warteten geduldig, denn es konnten nicht alle auf einmal
den schmalen Pfad zum Garten betreten.
Mit dem Wald eine Einheit
Eine Buchenhecke begrenzt das etwa 1000 Quadratmeter große Areal.
„Beim Anlegen der Hecke waren wir darauf bedacht, dass eine Verbindung zum nahen Buchenwald geschaffen wird, so wirken
Garten und Waldstück als Einheit", sagt Manfred Hansel. Er betreibt eine Firma für Landschaftsbau und verwandelte
sein Privatgrundstück zusammen mit seiner Frau in eine Oase, die 2003 den 1. Preis des Sächsischen Garten- und
Landschaftsbaus errang. Außerdem entschieden im Jahr 2004 Zuschauer des Fernsehsenders Pro 7, dass das Pappritzer
Schmuckstück zum schönsten Garten Deutschlands gekürt wurde.
Manfred Hansel beantwortete geduldig Fachfragen der Teilnehmer des Gartenspaziergangs:
Wie viel Wasser für welche Pflanze gut ist und wo sie am besten stehen sollte.
„Christusdorn macht den lichtesten Schatten", lernten sie. In der Sommerhitze spendet die Baumhütte mit weit sichtbarem
Segel bei Hansels reichlich Schatten, und die Kinder des Hauses verbringen jetzt manchmal sogar, die Nacht dort oben.
Wenn die Sonne zu sehr vom Himmel herunter brennt, ist ein Sprung in den Pool die schönste Erfrischung.
Das Wasser wird ohne Chlor oder andere Chemikalien gereinigt
Auf dieses Selbstreinigungsystem ist Manfred Hansel besonders stolz. Damit keine Algen wachsen können, werden dem Wasser
Nährstoffe entzogen. Das Poolwasser bleibt auch im Winter im Becken. Sprudelsteine und Membranen, die Nebel über dem
Teich erzeugen, sind reizvolle Ergänzungen der Gartenlandschaft.
Der Carport am Haus wurde ebenfalls mit einer Pflanzendecke versehen. Vor dem Stapel mit Holzstücken fällt eine
steinerne Bank auf. Die hat nicht etwa ein Steinmetz so bearbeitet. Manfred Hansel fand das Stück in einem Steinbruch.
Aber die Gäste durften nicht nur schauen, sondern auch kosten - von den kleinen, aber feinen Erdbeeren zum Beispiel,
die wunderbar duften. Auch das war ein Tipp, den eigenen Garten mit etwas Besonderem zu bepflanzen.







