Presse / Artikel vom 14.08.2004

Westfalenpost: Westfalenpost, 14.08.2004, Kristina Hußmann
Wickeder mit Traumgarten in Dresden
 

In der Verbundenheit zur Natur liegt sein Erfolg. Und der sorgt für Schlagzeilen. Manfred Hansel, in Wickede geboren und aufgewachsen, ist der Schöpfer, der Kreateur von „Deutschlands Supergarten".

Wickeder mit Traumgarten in Dresden In Dresden, auf seinem eigenen Grundstück, hat der 45-Jährige, der seit 13 Jahren in der sächsischen Hauptstadt lebt und dort seine eigene Garten- und Landschaftsbaufirma betreibt, eine wahre Oase geschaffen. Baumhaus mit Sonnensegel, Schwimmteich und Natursteinmauer sind dabei nur zwei von vielen Bestandteilen. Wickeder mit Traumgarten in DresdenFür diese Komposition aus natürlichen und wohnlichen Elementen sind er und seine Mitarbeiter im vergangenen Jahr mit dem sächsischen Gartenbaupreis in der Kategorie „Privatgärten" ausgezeichnet worden. Das sorgte für öffentliche Neugierde. „Nicht nur die Fachpresse hat sich für uns interessiert", erzählt der Unternehmer. „Auch der Privatsender Pro7 ist aufmerksam geworden." Und schließlich ist der Garten der Hansels jetzt in der Serie „Avenzio" mit fast 70 Prozent der Zuschauerstimmen zu „Deutschlands Supergarten" gekürt worden. Über 200 Gärten standen dabei anfangs zur Auswahl.

Die Erfolgsgeschichte Manfred Hansels beginnt mit einer Kindheit und Jugend in Wickede. Seine Eltern wohnen heute noch hier. „Damals habe ich sehr naturnah gelebt", erinnert er sich. „Es gab noch richtige Abenteuer in freier Wildbahn zu bestehen." Aus kindlichem Naturerlebnis wurde ein Beruf. In Meinerzhagen machte er seine Lehre zum Garten- und Landschaftsbauer. Ein anschließendes Studium der Geoökologie gab er auf: „Der weiße Kittel stand mir nicht", erklärt Manfred Hansel lachend. „Ich muss meine Kreativität ausleben können." Er ging nach Süddeutschland, arbeitete wieder in seinem alten Beruf. "Mein Herz schlug immer in der Heimat", denkt der erfolgreiche Gartengestalter an diese Zeit zurück. „Ich bin fast jedes zweite Wochenende nach Hause gefahren - in den Tempel der Glückseligkeit", fügt er lachend hinzu. „Ins BVB-Stadion." Dort, auf einer Party nach dem Fußballspiel, hat er auch seine Frau kennen gelernt. „Sie war es auch, die die Chance hatte, als Juristin beruflich nach Dresden zu gehen."

Wickeder mit Traumgarten in Dresden Nach einem Jahr Pendelei sei er dann hinterher gezogen. „Dann habe ich mich bald selbstständig gemacht." Mit zwei Leuten begann Manfred Hansel, Gärten in Dresden neu zu gestalten. Jetzt beschäftigt er 30 Leute. Nicht erst sein eigener „Supergarten" wurde zum Thema für die Öffentlichkeit. Ausgezeichnet wurde das Unternehmen Hansel bereist vor drei Jahren für die Neugestaltung des Gartens der Villa Neufriedstein, Wohnsitz von Kurt Biedenkopf.

Wickeder mit Traumgarten in DresdenDoch mit der aktuellen Fernsehpräsenz ist die Popularität gewachsen. Seitdem mehren sich die Anfragen - nicht nur aus Deutschland. "Insbesondere für meinen Schwimmteich interessieren sich Menschen zum Beispiel aus Frankreich, der Schweiz und Österreich", sagt er und fügt hinzu: „Den habe ich übrigens selbst entwickelt und jetzt auch ein Patent darauf angemeldet." Mit Hilfe eines neuen Systems sei das Wasser glasklar, ganz ohne Chlor. Die Familie Hansel fühlt sich wohl in Dresden. „Hier ist jetzt unsere Heimat." Nach Wickede kommen sie trotzdem noch einige Male im Jahr.

"Auch wenn sich die Städte auf den ersten Blick kaum ähnlich sind", überlegt der zweifache Vater, "ist es eine Gemeinsamkeit, die beide für mich sehr lebenswert machen: der Fluss durch die Stadt."
Der Vergleich macht deutlich: Die Natur ist Manfred Hansels Element. Und aus einer stetigen Verbundenheit ist nicht nur ein Beruf, sondern auch eine Berufung geworden.

 

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